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SPD-Sachsen in gefährlicher Nähe zur Fünfprozenthürde

12.07.07 - Dresden: Schon bei der Landtagswahl 2004 musste die SPD in Sachsen die Demütigung eines nur einstelligen Wahlergebnisses hinnehmen. Doch mit 9.8 Prozent war sie immerhin noch knapp stärker als die NPD. Wenn zutrifft, was Forsa jetzt voraussagt, zeichnet sich zur nächsten Wahl ein beispielloses politisches Debakel ab. Mit nur acht Prozent wären die Genossen auf Augenhöhe mit den Rechtsextremen, nur knapp stärker als FDP und GRÜNE - und in gefährlicher Nähe zur Fünfprozenthürde. Alleine dass das Scheitern an der Sperrklausel für die SPD in den Bereich des Denkbaren rückt, ist in der Geschichte der Volksparteien eine nie dagewesene Situation. Die Zahlen werfen auch ein Schlaglicht auf die hohe Mobilität der Wähler in den neuen Ländern. Noch bei der Bundestagswahl 2002 war die SPD in Sachsen mit 33.3 Prozent der Zweitstimmen nur ganz knapp hinter der CDU ins Ziel gekommen, bei der Bundestagswahl 2005 waren es immerhin noch 24.5 Prozent.
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